Vitaminmangel ist im Westen sehr selten. In Entwicklungsländern tritt er viel häufiger auf, aber das bedeutet nicht, dass wir völlig immun dagegen sind. Was ist Vitaminmangel, wie unterscheidet er sich von anderen Vitaminmangelarten, was kann ihn verursachen und wie wirkt er sich auf die Gesundheit aus? Lesen Sie weiter!
Was ist Vitaminmangel?
Vitamine sind bioaktive Lebensmittelbestandteile, die eine Schlüsselrolle bei der Regulierung verschiedener Körperfunktionen spielen. Ein Vitaminmangel bedeutet, dass dem Körper nicht genügend Vitamine zur Verfügung stehen, was zu gesundheitlichen Problemen führt. Vitaminmangel tritt besonders häufig in Entwicklungsländern auf, wo die Armut weit verbreitet ist und viele Menschen sich daher nicht ausreichend ernähren. Es kann aber auch andere Ursachen geben, auf die Sie weiter unten eingehen werden. Wie lässt sich dieser Zustand diagnostizieren?
Tests auf Vitaminmangel
Vitaminmangeltests, die von Laboren angeboten werden, können Ihnen helfen festzustellen, ob tatsächlich ein Vitaminmangel vorliegt oder ob Ihre Symptome durch eine andere Erkrankung verursacht werden. Bei einem einfachen Blutbild werden die Spiegel von Vitaminen wie Folsäure, Vitamin B12 und Eisen nicht direkt, sondern anhand der Anzahl und des Vorhandenseins von Blutzellen bestimmt. Welcher Bluttest für Vitamine und Mineralstoffe ist also der richtige, um ein klares Bild zu erhalten? Private Bluttests auf die Vitamine, die am häufigsten fehlen, sind eine gute Option. In begründeten Fällen können im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit ärztlicher Überweisung nur die Ferritin-, Folsäure- und Vitamin-B12-Werte bestimmt werden. Wie können Sie feststellen, welche Vitamine Ihnen fehlen? Umfassende Vitaminmangeltests, die oft als Paket angeboten werden, sind eine gute Option, ebenso wie Tests, die gezielt auf ein bestimmtes Vitamin abzielen, wenn Sie Symptome haben, die typisch für einen Mangel sind. Was ist ein Vitaminmangel?
Was ist Avitaminose? Avitaminose ist per Definition ein signifikanter Mangel oder sogar das vollständige Fehlen eines bestimmten Vitamins im Körper. Man kann Avitaminose als einen Mangel an einem spezifischen Nährstoff definieren, der über einen längeren Zeitraum anhält und zu einer schweren Erkrankung führen kann. Beispielsweise kann eine anhaltende Avitaminose eine Folge davon sein. Vitamin C Skorbut ist eine Krankheit, die Zahnfleischbluten, Zahnlockerung und Zahnverlust verursacht. Vitamin-A-Mangel wiederum führt zu Nachtblindheit.
Ursachen von Vitaminmangel
In hoch entwickelten Ländern ist Vitaminmangel ein seltenes Phänomen. Selbst stark verarbeitete Lebensmittel liefern zumindest Spuren von Vitaminen, von denen viele im Körper gespeichert werden können. Beispielsweise werden stark verarbeitete Frühstückscerealien künstlich mit Vitaminen angereichert. Vitamine, Obwohl sie nicht die gesündeste Ernährungsoption darstellen, liefern sie diese bioaktiven Nährstoffe. Die häufigste Ursache für Vitaminmangel ist anhaltender Hunger – eine weit verbreitete Erfahrung unter KZ-Häftlingen. Auch heute noch werden in Entwicklungsländern viele Fälle von extremem Vitamin- und Mineralstoffmangel gemeldet.Vitaminmangel kann jedoch auch auftreten, wenn die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt ist, beispielsweise bei Darm- oder Pankreaserkrankungen oder Mukoviszidose. Eine wichtige Ursache für Mangelerscheinungen Vitamin D Viele Menschen leiden im Winter unter einem Mangel an Sonnenlicht, wodurch dieses in der Haut nicht ausreichend produziert werden kann.
Vitaminmangel – Symptome einer Avitaminose
Bei Vitaminmangel treten neurologische Symptome am häufigsten auf, wenn dem Körper B-Vitamine fehlen. Diese sind unter anderem für die einwandfreie Funktion des Nervensystems verantwortlich. Ein Mangel an Vitamin D oder C kann hingegen zu einem geschwächten Immunsystem führen. Bei Vitaminmangel betrifft die Symptomatik jedoch meist die Haut. Dieses Gewebe reagiert sehr empfindlich auf Veränderungen der Ernährung. Hautsymptome bei Vitaminmangel können sich in Form von verzögerter Wundheilung, rauer Haut, eingerissenen Mundwinkeln oder einer erhöhten Neigung zu Blutergüssen äußern. Vitaminmangel und Hautsymptome gehören zu den häufigsten Beschwerden, mit denen viele Menschen im Laufe ihres Lebens konfrontiert werden. Sie lassen sich relativ einfach diagnostizieren und effektiv behandeln, oft auch ohne Arztbesuch.
Vitaminmangel-Supplementierung und -Behandlung
Bei Vitaminmangel erfolgt die Behandlung in der Regel ursachenorientiert. Zunächst muss mithilfe geeigneter Labortests genau festgestellt werden, welche Vitamine dem Körper fehlen. Dies hilft bei der Auswahl angemessener, hoher Dosen spezifischer Vitamine oder Mineralstoffe. Die Anwendung einer geeigneten Therapie ist entscheidend. Vitamine in Tabletten Oder es gibt Kapseln mit hohen, teils extrem hohen Dosen bestimmter Inhaltsstoffe, die einen schnellen Ausgleich von Mängeln ermöglichen. Bei Vitaminmangel kann die Nahrungsergänzung mit Vitaminen das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und sie vollständig heilen.
Hypovitaminose – was ist das?
In Fachliteratur stoßen Sie möglicherweise auch auf den Begriff Hypovitaminose. Es handelt sich dabei um einen Vitaminmangel – eine Vitaminzufuhr unterhalb der empfohlenen Tagesdosis für eine bestimmte Altersgruppe. Dieser Mangel verursacht leichte, aber nicht lebensbedrohliche Symptome. Wenn Sie wissen, was Hypovitaminose ist, können Sie sich besser vor den gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen, die durch eine unzureichende Nährstoffzufuhr entstehen können!
Avitaminose und Hypovitaminose
In der Medizin ist die präzise Verwendung medizinischer Fachbegriffe unerlässlich. Avitaminose und Hypovitaminose werden oft verwechselt. Jede Avitaminose ist auch eine Hypovitaminose, aber Hypovitaminose ist keine Avitaminose. Mangelernährung beginnt mit einer Hypovitaminose, die, wenn sie durch längeres Fasten verschlimmert und verlängert wird, zu einem Mangel an Vitaminen führen kann. In solchen Fällen spricht man von Avitaminose.